Alexej Gerassimez

Percussion

Alexej Gerassimez

  • Percussion und Komponist

1987 in Essen in eine hochmusikalische Familie hineingeboren, fand der Perkussionist und Komponist Alexej Gerassimez schon früh zu einer Neugier für Klänge, die weit über die üblichen Grenzen eines Schlagzeugers hinausreicht. Was als kindliche Faszination begann, wurde bald zu einer künstlerischen Vision, die ihn heute zu einem der weltweit prägendsten Perkussionisten macht. Ausgebildet u.a. bei Peter Sadlo und Rainer Seegers in Köln, Berlin und München, begann seine Laufbahn früh mit bemerkenswerten Erfolgen. Preise wie der Gewinn der TROMP Percussion Competition 2010, der Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben, zahlreiche erste Preise bei „Jugend musiziert“ und der ARD-Musikwettbewerb 2014 machten international auf ihn aufmerksam.

Sein Repertoire umfasst Klassik, Neue Musik, Jazz und Minimal Music – ein Radius, der sich stetig erweitert, nicht zuletzt durch eigene Kompositionen. Immer wieder entstehen auch neue Werke für ihn, darunter John Psathas’ aufsehenerregendes Konzert „Leviathan“, 2021 in der Berliner Philharmonie uraufgeführt, oder das 2022 entstandene Schlagzeugkonzert von Malika Kishino, das beim Essener NOW-Festival erstmals zu hören war. Im selben Jahr erfolgte auch die Premiere von Kalevi Ahos Doppelkonzert für Viola und Perkussion, gemeinsam mit dem Lahti Symphony Orchestra, erschienen beim Label BIS. Als Artist-in-Residence des Frankfurter Museumsorchesters 2025/26 stellt Gerassimez in einer Kombination des Schlagzeugkonzerts „Speaking Drums“ von Peter Eötvös mit Mahlers 5. Sinfonie erneut seine Vielfältigkeit und seinen Sinn fürs Überraschende unter Beweis.

Die Zusammenarbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern ist ein Herzstück seines kreativen Schaffens. Ob mit den Pianisten Lucas und Arthur Jussen, dem Perkussionisten Emil Kuyumcuyan, der Cellistin Anastasia Kobekina, den Jazzpianisten Omer Klein und Michael Wollny, dem SIGNUM Saxophone Quartet (mit dem das Album Starry Night entstand) oder der Organistin Iveta Apkalna – Gerassimez sucht bewusst das Dialogische, das Gemeinsame, das Überraschende. 2025/26 führt ihn eine große Europatournee mit den Jussen-Brüdern und Emil Kuyumcuyan u.a. in die Elbphilharmonie Hamburg, das Concertgebouw Amsterdam und das Opernhaus Oslo.

Einen besonderen künstlerischen Raum nimmt auch seine eigene Percussion Group Alexej Gerassimez Percussion Collective ein. Mit ihr gastiert er regelmäßig in großen Konzerthäusern wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Konzerthaus Dortmund, dem Theater St. Gallen und bei renommierten Festivals. 2025 kuratierte er zudem den Frühling der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auf Rügen.

Sein kompositorisches Werk – heute weltweit in über 50 Ländern aufgeführt – erweitert das Repertoire für Schlagzeug maßgeblich. Es verbindet virtuose Körperlichkeit mit erzählerischer Tiefe, oft mit überraschenden Klangobjekten und ungewöhnlichen Setups.

Im Februar 2026 erscheint sein neues Album „Black Mountain“, das erstmals eigene Orchesterkompositionen präsentiert.

Seit 2017 ist Alexej Gerassimez Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er eine neue Generation von Perkussionistinnen und Perkussionisten prägt.

Saison 2025 / 2026

Neuigkeiten

  • Alexej Gerassimez und Martynas Levickis zu Gast beim Nürnberg Klassik Open Air

    Am ersten August-Wochenende verwandelt sich der Nürnberger Luitpoldhain wieder in die grüne Bühne für die Nürnberger Symphoniker. Klassik Open Air ist angesagt – das “Woodstock der klassischen Musik” lockt jährlich in zwei Konzerten Hunderttausende Menschen nach draußen unter den funkelnden Sternenhimmel.

    Was passt da besser als der große symphonische Hollywood-Sound, Klassik im Breitwandformat sozusagen. “Alle Wege führen nach Hollywood” – so das Motto des Abends. Mit Komponisten wie Erich Wolfgang Korngold, James Horner und John Williams stehen große Namen der Filmmusik auf dem Programm des Orchesters, das selbst bereits Soundtracks für Hollywood-Blockbuster wie “Quo vadis” eingespielt hat. Außerdem begrüßt Chefdirigent Jonathan Darlington zwei Solisten auf der Bühne, die mit ihrer atemberaubenden Kunst überall das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißen: Den Multi-Perkussionisten Alexej Gerassimez am Schlagzeug und den Akkordeonvirtuosen Martynas Levickis, ein Meister auf seinem Instrument, das er selbst “seine magische Trickkiste” nennt. Sehen Sie das Konzert hier

  • Alexej Gerassimez on Tour

    Derzeit ist Alexej Gerassimez mit seinem aktuellen Programm “Five Elements” in den Konzertsälen unterwegs.

    Zusammen mit 4 Schlagzeugkollegen und dem Pianisten Nicolai Gerassimez machen sich die Musiker auf eine Reise zwischen den Elementen Holz, Wasser, Steine, Fell und Metal. Zwischen Eigenkompositionen und MinimalMusic entsteht ein intensives Klangerlebnis.

    Kommende Konzerte finden Sie hier.

  • Alexej Gerassimez in Finnland

    Der Percussionist Alexej Gerassimez prämiert Kalevi Aho’s “Doppelkonzert für Bratsche und Schlagzeug” in Lahti, Finnland.

    Das Konzert ist hier nachzuhören

  • Neue Single von Alexej Gerassimez

    Die erste Single ist da!

    Pünktlich zum Frühlingsanfang veröffentlichte Alexej Gerassimez zusammen mit dem SIGNUM saxophone quartet ihre erste Single “Clair de Lune” aus dem kommenden Album “Starry Night”!

    Das Video gibt es hier zu sehen

  • Neues Musikvideo von Alexej Gerassimez

    photo:James Chan-A-Sue

    photo:James Chan-A-Sue

    Out Now: BODIX

    Erstellt von dem Filmemacher James Chun-A-Sue, erzählt das Video von dem kulturellen Mythos, dass die Menschheit aus Lehm erschaffen wurde.In BODIX werden die Musiker zu den Instrumenten, ihre Hände erzeugen und formen den Ton. Im Deutschen kann das Wort “Ton” entweder “Klang” oder “Ton” bedeuten. Doch das Musikvideo BODIX ist nicht nur ein Wortspiel - Form, Bewegung, Licht und Schatten sind mit dem Rhythmus der Musik verwoben. Und die ganze Zeit über dreht sich alles, wie die Töpferscheibe, um das Wesen des Menschen.

    www.youtube.com/watch?v=KFyz7R5Fl8I

  • „Schlagzeug satt“ beim Beethovenfest

    Großer Erfolg im Oktober 2016 beim Bonner Beethovenfest mit Alexej Gerassimez Percussion Quartett. Spektakulär Alexej Gerassimez Komposition „Screw Symphony“, gespielt auf 4 Schiffsschrauben
    Das Konzert wird am 25. Februar 2017 um 20:05 Uhr auf WDR 3 gesendet

  • Alexej Gerassimez erhält VDKD-Musikpreis

    Alexej Gerassimez hat am 12. September 2016 in Berlin den mit 10.000 € dotierten Musikpreis des Verbands der Deutschen Konzertdirektionen erhalten. Wir freuen uns mit ihm!
    In der Begründung der Jury heißt es: “Alexej Gerassimez besitzt ausgezeichnete musikalische Qualitäten, ein außergewöhnliches Gespür für Rhythmus und Struktur und überzeugt durch seine begeisternde, engagierte Performance. Sein Repertoire zeigt eine kreative Neugier und umfasst Klassik, Neue Musik aber auch Jazz, Minimal Music und eigene Kompositionen. Bei Auftritten und in Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Künstlern offenbart Gerassimez sein großes Interesse an der künstlerischen Grenzüberschreitung. Mit Soloprogrammen, als Kammermusiker und mit seiner eigenen Percussion Group präsentiert er dem Publikum die gesamte Bandbreite des Instrumentariums und sorgt für ein unmittelbares und eindrucksvolles Hörerlebnis.“