Kebyart Ensemble

Saxofonquartett

Kebyart Ensemble

Pere Méndez, saxo soprano
Víctor Serra, saxo alt
Robert Seara, saxo tenor
Daniel Miguel, saxo baríton

Die vier talentierten Musiker des Kebyart Ensembles teilen nicht nur ihre Leidenschaft für die Kammermusik, sondern auch den Wunsch, frischen Wind in die klassische Musik zu bringen. Hier haben sich vier musikalische Freigeister aus Barcelona zusammengefunden, um ganz neue besetzungstechnische Klangseiten aufzublättern – und jeder ihrer Auftritte verspricht zu einer fesselnden Inszenierung zu werden. Die Unverwechselbarkeit des experimentierfreudigen Kebyart Ensembles liegt im kreativen und offenen Ansatz gegenüber dem Repertoire, das mehrere Facetten aufweist: Originalliteratur und neue Werke sowie eigene Arrangements verschiedenster Stilrichtungen.

Ihre vielversprechende Karriere blieb auch den großen Konzerthäusern Europas nicht unbemerkt: So wurde das Quartett für die Saison 2021/22 als Teil der ECHO Rising Stars (European Concert Hall Organisation) ausgewählt und wird Debüts u.a. im Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Wiener Musikverein, der Pariser Philharmonie oder dem Festspielhaus Baden-Baden geben.
Auf dem Programm stehen dann neben raffinierten Eigenarrangements von Strawinsky oder Mendelssohn Bartholdy und seiner Schwester Fanny auch Originalkompositionen wie Florent Schmitts op. 102 oder die neuen „7 Capricci“ von Jörg Widmann, die im Oktober 2021 in der Philharmonie Luxembourg uraufgeführt wurden.

Die jungen Musiker des Kebyart Ensemble sind zurzeit nicht nur in ihrer Heimat angesagtes Gesprächsthema, sondern machen mittlerweile auch europaweit von sich reden und hören. Dabei ist ihr Name Programm: Das balinesische „kebyar“ heißt so viel wie „plötzlich aufflackern“ oder „aufplatzen“ – eine wunderbare Metapher für das so energetische und hochvirtuose Musizieren der vier Spanier und übrigens als Stilbezeichnung in der Gamelan-Kultur zuhause, wie Víctor Serra erläutert: „Es verkörpert und zelebriert den Prozess der Erkundung und verwendet eine kontrastreiche Dynamik, viele verschiedene Rhythmen und kann manchmal sehr explosiv sein.“

Das 2014 beim gemeinsamen Studium an der Escuela Superior de Música de Cataluña (ESMUC) gegründete Ensemble hat sich bereits eine Vielzahl an Preisen erspielt, darunter erste Plätze beim Schweizer Kammermusikwettbewerb Orpheus, dem österreichischen Internationalen Franz Cibulka Musikwettbewerb sowie zwei der wichtigsten Auszeichnungen ihrer Heimat: den Primer Palau sowie den renommierten BBVA-Kammermusikpreis.

Für die persönliche Weiterentwicklung beschreitet das Kebyart Ensemble ungewöhnliche Wege: An der Hochschule Basel haben sich die vier als Dozenten Nicht-Saxophonisten gewählt, um so aus anderen Sphären der Kammermusik zu profitieren: Rainer Schmidt vom Hagen Quartett, die Pianisten Claudio Martínez Mehner und Anton Kernjak sowie den Fagottisten Sergio Azzolini. „Wir hatten das Gefühl“, so Víctor Serra jüngst in einem Gespräch mit SaxMagazine.online, „dass wir unsere kammermusikalische Sprache vervollkommnen mussten, ebenso das Wissen um die musikalischen Dialekte und Stile der Jahrhunderte vor Erfindung des Saxophons. Das Bewusstsein, dass die Musikgeschichte linear verläuft, veranlasste uns dazu, das Repertoire anderer Instrumente oder Gruppen wie Streichquartette besser verstehen zu wollen.“

Der Erfolg gibt ihnen Recht. Es kam bereits zu Zusammenarbeiten mit so renommierten Künstlern wie dem Pianisten Dénes Várjon, dem Countertenor Xavier Sabata, dem Komponisten Albert Guinovart, dem Radio Sinfonie Orchester Spanien (RTVE) oder dem populären Schweizer Singer-Songwriter Trummer.

Für den April 2022 hat das Saxophonquartett die Veröffentlichung seines zweiten Studioalbums mit dem Titel „Lectures différentes“ angekündigt – es wird neben einer Ersteinspielung von Péter Eötvös spannende Eigenarrangements u. a. eines klassischen Haydn-Streichquartetts, aber auch Kompositionen von Leonard Cohen oder des prominenten spanischen Dichters Federico García Lorcas präsentieren.

Das Kebyart Ensemble ist Garant für moderne Performance im besten Sinne und verblüffende Hörlebnisse: „Wir wollen zwar nicht, dass unser Publikum gleich verrückt spielt, aber wir möchten es schon auf eine gewisse Weise berühren, sodass es auf diese neue Erfahrung reagiert. Wir glauben, einem Saxophonquartett zuzuhören, ist in gewisser Weise immer noch wie ein Blind Date. Diese klangliche Überraschung kann also für einige unserer Zuhörer durchaus als eine Art Ekstase interpretiert werden.“

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Neuigkeiten

  • Willkommen in der Goette-Familie

    Zum Ende des Jahres haben wir noch eine großartige Neuigkeit zu verkünden:

    Hiermit begrüßen wir das Kebyart Ensemble in unserer Goette Familie. Bleiben Sie gespannt, wenn das Saxofonquartett ab Januar in Europa auf große “Rising Star 2021”- Tour geht.